Print-on-Demand-Rechner: Marge und Gewinn berechnen

Trag deine eigenen Zahlen ein und sieh, was pro Bestellung übrig bleibt — und wie viele Bestellungen du für dein Monatsziel brauchst.

Miro Flemke

Von Miro Flemke, Geschäftsführer · Shop & Marketing · Flemke & Pätkau

Aktualisiert am 02. September 2026 · 2 Min. Lesezeit

Der Rechner zeigt dir den Gewinn pro Bestellung statt pro Artikel — das ist der Unterschied, an dem die meisten Kalkulationen scheitern. Werbung und Versand fallen einmal je Bestellung an, nicht je Shirt. Mit den Praxiswerten aus unseren Ratgebern bleiben bei einem Shirt rund 14 Euro übrig, bei zweien rund 32 Euro — der Gewinn verdoppelt sich fast, obwohl sich der Umsatz nur verdoppelt hat.

Marge berechnen

Alle Werte sind änderbar. Gerechnet wird pro Bestellung — Werbung und Versand fallen einmal an, nicht je Artikel.

Umsatz (brutto)
71,90 €
./. Umsatzsteuer
− 11,48 €
Nettoerlös
60,42 €
./. Produktion
− 16,00 €
./. Versand
− 4,00 €
./. Zahlungsgebühr
− 1,80 €
Deckungsbeitrag
38,62 €
./. Werbung
− 7,00 €
Gewinn vor Fixkosten31,62 €44 %

Bestellungen für 1.000,00 € im Monat

32

1,1 pro Tag

Werbung maximal je Bestellung

38,62 €

Darüber machst du Verlust.

Print-on-Demand-Rechner

Der häufigste Fehler in Print-on-Demand-Kalkulationen ist nicht ein falscher Einkaufspreis. Er ist die Bezugsgröße: Wer pro T-Shirt rechnet, bekommt eine Zahl, die es in der Realität nicht gibt.

Werbung und Versand fallen pro Bestellung an. Ob in dieser Bestellung ein Shirt liegt oder drei, ändert daran wenig. Genau deshalb hängt die Marge am Warenkorb — und deshalb rechnet dieses Werkzeug oben auf Bestellungsebene.

Was die Voreinstellungen bedeuten

Die Startwerte sind keine Schätzungen, sondern die Zahlen, mit denen wir selbst arbeiten:

WertVoreinstellungWarum
Verkaufspreis35,95 €realistischer Preis für ein bedrucktes Shirt
Produktion8,00 €typischer Preis inklusive Druck bei EU-Produktion
Werbung7,00 €pro Bestellung, Spanne in der Praxis 5 bis 10 €
Artikel je Bestellung2der übliche Warenkorb, nicht der Bestfall
Versandkostenfrei ab50 €darunter zahlt der Kunde den Versand
Zahlungsgebühr2,5 %übliche Spanne 2 bis 3 %

Trag deine eigenen Werte ein — die Voreinstellung ist ein Startpunkt, kein Maßstab.

Die Beispielrechnung in Zahlen

Falls du lieber liest als klickst: Das hier rechnet der Rechner mit den Voreinstellungen für Deutschland aus.

Eine Bestellung mit einem Shirt — der Warenkorb liegt unter 50 €, der Kunde zahlt den Versand:

Verkaufspreis (brutto)35,95 €
./. Umsatzsteuer 19 %− 5,74 €
Nettoerlös30,21 €
./. Produktion− 8,00 €
./. Zahlungsgebühr− 0,90 €
Deckungsbeitrag21,31 €
./. Werbung− 7,00 €
Gewinn vor Fixkosten14,31 €

Dieselbe Bestellung mit zwei Shirts — jetzt über der Schwelle, der Versand geht zu deinen Lasten:

Verkaufspreis (brutto)71,90 €
./. Umsatzsteuer 19 %− 11,48 €
Nettoerlös60,42 €
./. Produktion (2 ×)− 16,00 €
./. Versand− 4,00 €
./. Zahlungsgebühr− 1,80 €
Deckungsbeitrag38,62 €
./. Werbung− 7,00 €
Gewinn vor Fixkosten31,62 €

Der Umsatz verdoppelt sich, der Gewinn mehr als das: von 14,31 € auf 31,62 €. Die Marge steigt von 40 auf 44 Prozent, obwohl du zusätzlich den Versand trägst.

Das ist der wichtigste Hebel im Print on Demand — und er liegt im Warenkorb, nicht im Einkauf. Ein Prozent besserer Einkaufspreis bringt acht Cent. Ein zweiter Artikel bringt siebzehn Euro.

Was der Rechner nicht zeigt

  • Einkommensteuer und Sozialabgaben. Der Gewinn oben ist ein Bruttowert vor allem, was das Finanzamt später will.
  • Fixkosten: Shop-Miete, Software, in Österreich zusätzlich SVS-Beiträge und die WKO-Grundumlage.
  • Ausschuss und Reklamationen. In der Praxis kein großer Block, aber auch nicht null.

Realistisch bleiben nach allem 20 bis 30 Prozent vom Umsatz übrig. Rechne mit dieser Zahl, wenn du planst — nicht mit den 44 Prozent aus der Tabelle.

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Die Kalkulation im Detail, mit allen Annahmen, steht in Kosten und Marge. Was länderspezifisch anders läuft, in den Themenseiten zu Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fast jede Kalkulation, die ich sehe, rechnet pro Shirt. Genau deshalb kommt am Monatsende etwas anderes heraus als geplant.

Miro Flemke, Geschäftsführer · Shop & Marketing, Flemke & Pätkau

Häufige Fragen

Warum rechnet der Rechner pro Bestellung und nicht pro Artikel?

Weil Werbung und Versand pro Bestellung anfallen, nicht pro Artikel. Wer pro Shirt rechnet, zieht diese Kosten doppelt ab und kommt auf eine zu niedrige Marge — oder er verteilt sie und übersieht, wie stark ein zweiter Artikel im Warenkorb wirkt.

Warum taucht der Versand manchmal nicht auf?

Wenn der Warenkorb unter deiner Versandkostenfrei-Schwelle liegt, zahlt ihn der Kunde. Dann ist er ein durchlaufender Posten und gehört nicht in die Marge. Erst oberhalb der Schwelle trägst du ihn selbst.

Warum steht die Schweiz auf steuerfrei?

Eine Lieferung in die Schweiz ist eine Ausfuhrlieferung und damit von der deutschen Umsatzsteuer befreit. Die Einfuhrsteuer zahlt dein Kunde, sie taucht in deiner Kalkulation nicht auf.

Sind Steuern auf den Gewinn enthalten?

Nein. Der Rechner zeigt den Gewinn vor Fixkosten und vor Einkommensteuer. Realistisch bleiben nach Fixkosten, Ausschuss und Steuern 20 bis 30 Prozent vom Umsatz übrig.

Geschrieben von

Miro Flemke

Miro Flemke

Geschäftsführer · Shop & Marketing · Flemke & Pätkau

Baut seit Jahren Print-on-Demand-Shops und Modemarken auf und verantwortet bei Flemke & Pätkau Shop-Aufbau und Marketing.

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