Glossar
Marge
Von Miro Flemke, Geschäftsführer · Shop & Marketing · Flemke & Pätkau
Aktualisiert am 02. September 2026 · 1 Min. Lesezeit
Die Marge ist der Anteil vom Verkaufspreis, der nach allen Kosten übrig bleibt. Bei Print on Demand sind nach Produktion, Versand, Gebühren und Umsatzsteuer realistisch 20 bis 30 Prozent erreichbar — deutlich weniger als die reine Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis suggeriert.
Die Marge beschreibt, was von einem Verkauf nach Abzug der Kosten übrig bleibt. Sie wird meist als Prozentsatz des Verkaufspreises angegeben.
Marge ist nicht gleich Spanne
Die Handelsspanne ist die schlichte Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis. Die Marge zieht zusätzlich alle weiteren Kosten ab. Genau diese Verwechslung führt bei Print on Demand zu den enttäuschten Rechnungen:
- Spanne: 35,95 € Verkaufspreis − 8,00 € Produktion = 27,95 €
- Marge: zusätzlich abzüglich Umsatzsteuer, Versand, Zahlungsgebühr und Werbung = rund 10,31 €, also 29 Prozent
Was die Marge bei Print on Demand drückt
Keine Mengenrabatte. Weil pro Stück produziert wird, bleiben die Stückkosten konstant — anders als beim klassischen Handel sinkt der Einkaufspreis nicht mit der Menge.
Versand und Werbung pro Bestellung. Beide fallen einmal je Bestellung an, nicht je Artikel. Bei einer Einzelbestellung tragen sie deshalb allein den gesamten Betrag — bei zwei Artikeln verteilen sie sich.
Plattform- und Zahlungsgebühren. Marktplätze behalten einen Anteil ein, bei eigenen Shops kommen Zahlungsdienstleister-Gebühren dazu.
Der wirksamste Hebel
Nicht der Einkauf, sondern der Warenkorb. Kommt ein zweiter Artikel in dieselbe Bestellung, steigt die Marge von rund 29 auf über 40 Prozent — bei identischem Einkaufspreis, weil Versand und Werbung nur einmal anfallen.
An zweiter Stelle steht der Verkaufspreis: Weil die Stückkosten fix sind, wirkt fast jeder zusätzliche Euro direkt auf die Marge. Durchsetzbar ist das nur in einer Nische, in der nicht rein über den Preis verglichen wird.
Die vollständige Rechnung steht unter Kosten und Marge bei Print on Demand.
Geschrieben von

Miro Flemke
Geschäftsführer · Shop & Marketing · Flemke & Pätkau
Baut seit Jahren Print-on-Demand-Shops und Modemarken auf und verantwortet bei Flemke & Pätkau Shop-Aufbau und Marketing.
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